TOP 10 Themen 2016/2017 im Vergleich

Kennen Sie den Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“, in dem der Protagonist jeden Morgen im selben Szenario aufwacht und denselben Tag immer wieder erleben muss? Diese Assoziation drängt sich auf, wenn wir auf das Ergebnis unserer diesjährigen Befragung schauen.

Drei der Top 10 Themen finden wir erneut in der Rubrik Transparenz. Zwei davon sogar unter den Top 5. Ein echter Dauerbrenner also, obwohl man doch denkt, dass die Herstellung von Transparenz ganz am Anfang unserer „Hausaufgaben“ steht.

Bei der Verbesserung der Datenqualität (Platz 1) sehen wir, dass die Wichtigkeit im Vergleich zum Vorjahr sogar um 19 % gestiegen ist. Ich erinnere daran, dass diese im letzten Jahr noch Platz 7 belegte. Es ist erstaunlich, aber wahr und das trotz aller Bekundungen der ERP-System Hersteller, dass man die Datenqualität mithilfe neuester Technologien nun im Griff habe. Wir sehen hier auch, mit welcher Großbaustelle sich die IT weiterhin herumschlagen muss, was dort enorme Ressourcen frisst, die wir eigentlich an anderer Stelle dringender benötigen würden.

Umso mehr hat uns erstaunt, dass die in diesem Jahr neue Rubrik Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (in der Tabelle ganz unten) damit offensichtlich nicht in Verbindung gebracht wird. Wir nehmen daher diesen Effekt zum Anlass, um in dieser Studie deutlich darauf hinzuweisen, dass Künstliche Intelligenz in vieler Hinsicht das geeignete Vehikel ist, um das Thema Transparenz einmal nachhaltig und methodisch anzugehen.

Beachten Sie dazu auch den Artikel „Keine Angst vor neuen Technologien“ am Ende dieser Studie, in dem wir zunächst einmal mit Fachbegriffen aufräumen. Bitte geben Sie uns Rückmeldung, wenn wir an irgendeiner Stelle Technologie erwähnen und diese nicht sofort verständlich erläutern. Das ist uns ein echtes Anliegen, damit Sie künftig auf Augenhöhe mit Ihren Kollegen aus der IT diskutieren und gemeinsam die für Sie passende Lösung erarbeiten können.

Die Verteilung der Top-10 Themen im Strategischen Einkauf ist ansonsten in diesem Jahr über alle Themenbereiche recht ausgewogen. Fast jede „Schublade“ hat mindestens einen Spitzenreiter abbekommen. Die Ausnahme bildet neben der Rubrik Digitalisierung das Thema Maßnahmen. Allerdings haben dort 2 Themen doch einen erheblichen Zuwachs zu verzeichnen.

Spezifikationen optimieren (siehe Abbildung 2)

Plus 17 % sind ein deutliches Zeichen dafür, dass es hier einen Schmerzpunkt gibt, was ja auch im Umfeld wachsender Datenmengen nicht verwunderlich ist. Das könnte darauf hinweisen, dass diese Aufgabe manuell nicht mehr zu schaffen ist. Daher nehmen wir weiter hinten im Zusammenhang mit unserem Hauptthema Digitalisierung und Anwendung Künstlicher Intelligenz noch einmal Bezug darauf.

Make or Buy-Entscheidungen unterstützen

Mit Plus 8 % zum Vorjahr ebenfalls ein Hinweis darauf, dass der Druck an dieser Stelle steigt. Lesen Sie dazu auch unseren Artikel „Über den Tellerrand des Einkaufs schauen“ im Kapitel 8 Themen zum Nachdenken. Darin geht es um die bessere Vernetzung des Einkaufs mit anderen Unternehmensbereichen.

Top 10 Agenda Punkte - Gesamtauswertung

Die Tabelle oben zeigt die Top-10 Nennungen noch einmal zusammengefasst und nach ihrem Anteil sortiert. In der Spalte links sehen Sie jeweils den Themenbereich, angeführt vom Thema Transparenz / Datenqualität verbessern auf Platz 1 (siehe Abbildung 3). In der Spalte ganz rechts, Abweichung zum Vorjahr, fällt im Mittelfeld auf, dass bei 4 der Top-10-Kandidaten im Vergleich zu 2016 auch rückläufige Tendenzen zu erkennen sind.

Mit Minus 11 % ist dort auch der Komplex Mehr Transparenz schaffen betroffen, was wie ein Widerspruch zu unserer ersten Interpretation bei der Schaffung von Transparenz klingt. Bedenken Sie, dass dieser Punkt, der heute mit Platz 8 zwar noch unter den Top-10 gelistet wird, im Vorjahr Platz 1 als absoluter Spitzenreiter belegte. Das lässt sich unserer Meinung nach damit erklären, dass die Investitionen in diesen wichtigen Bereich offensichtlich bereits Früchte tragen. Zumindest – das ist unsere Erfahrung - wurden die wichtigsten Prozesse zur Herstellung von Transparenz bereits aufgesetzt und gestartet. Dadurch kann sich der Fokus nach und nach auf andere wichtige Themen verschieben. Wir geben die Hoffnung nicht auf, dass sich dieser Trend im nächsten Jahr fortsetzen wird und hoffen natürlich, dass auch wir mit unseren Systemen dazu beitragen.

Doch wenden wir uns nun einmal der Interpretation der einzelnen Antworten auf unsere Befragung nach Themenblöcken zu.

Top 10 Agenda Punkte - Transparenz

Ja, die gute alte Transparenz. Wenn da nicht die in diesem Jahr neue Frage nach der Wichtigkeit des Semi-automatisierten DataCleansing wäre, hätten wir hier, wie im letzten Jahr, nur Spitzenreiter.

Datenqualität verbessern und Mehr Transparenz schaffen

Dennoch gibt es, wie gerade erwähnt, Verschiebungen. Letztes Jahr, mit drei Fragestellungen, lag das Thema Datenqualität verbessern mit 67 % noch an unterster Stelle im Block Transparenz und insgesamt auf Platz 7 des Rankings. Wir hätten nicht gedacht, dass es nun mit 86 % auf Platz 1 des Siegertreppchens steht.

Dennoch erscheint es uns in der näheren Betrachtung als folgerichtig, denn eigentlich ist die Verbesserung der Datenqualität ja ein Unterthema des Gesamtblocks Transparenz, in dem, wie erwähnt, in den letzten 12 Monaten bereits massiv Projekte gestartet wurden.

Semi-automatisiertes DataCleansing

Bei den Directs hat man die Datenqualität oft bereits leidlich im Griff und in vielen Unternehmen geht es bereits darum, nun weitere Potenziale zu heben, sodass die Indirects ins Visier genommen werden. Was die Datenextraktoren da aus den ERP-Systemen in den Strategischen Einkauf „pumpen“, wird auch durch die schönsten Filter nicht sauber. Denken wir nur an das Maverick-Buying mit seinen an den Bestellsystemen vorbei ausgelösten Freitext-Bestellungen. Die Eingangsrechnungen der Lieferanten bringen dann zwar ordentliche Materialnummern, aber was hilft mir das, wenn der Bezug zur Bestellung fehlt?

Greifen wir uns dieses Thema einmal heraus, um die neue Fragestellung nach dem semi-automatisierten DataCleansing zu erklären. Hier gibt es leider noch keinen Vorjahresvergleich, da es sich um eine neue Fragestellung handelte. Vielleicht erreicht die Frage, die heute auf dem fünftletzten Platz von insgesamt 40 Fragen des Rankings steht, ja in der nächsten Studie eine höhere Bedeutung.

Lassen Sie uns im Zusammenhang damit auch gleich noch einen weiteren Fachbegriff erläutern, den des „semantischen Datenmanagements“. Der Begriff „Semantik“ bringt uns der Lösung schon einen Schritt näher. Es geht im weitesten Sinn auch um die Erkennung von Texten und Begrifflichkeiten. Man geht hier sogar einen Schritt weiter und verwendet logische Kombinationen von Texten, die in Form von Textmustern auf bestimmte Materialkategorien hinweisen.

Eigentlich gehört diese Fragestellung parallel auch noch einmal in die Rubrik Digitalisierung & Künstliche Intelligenz und nicht nur zur Transparenz. Wir mussten uns aber entscheiden und haben die Transparenz genommen, weil Künstliche Intelligenz hier nur das Mittel zum Zweck ist, um die zur Transparenz beitragende Datenbereinigung durchzuführen.

Bitte lesen Sie im Artikel „Neuzeit versus Steinzeit“ und hier im Abschnitt „Transparenz ist möglich“, mehr über automatisierte Lieferantenkonsolidierung und Material-Kategorisierung.

Der Artikel „Hirnforschung“ geht im Abschnitt „Künstliche Intelligenz im Bereich des Strategischen Einkaufs“ ebenfalls darauf ein.

Probleme früh erkennen

Doch zurück zu einem weiteren Thema, welches in diesem Jahr das Siegertreppchen mit Platz 4 nur knapp verfehlt hat, obwohl es im vergangenen Jahr mit Platz 2 noch das zweitwichtigste Thema war. 2016 konnte es noch mit einem Plus von 6 % aufwarten, während es in diesem Jahr nur ein Wachstum von 2 % verbuchen kann. Lassen Sie sich also durch das verschlechterte Ranking nicht täuschen. Die Problem-Früherkennung hat insgesamt leicht an Bedeutung zugenommen. Ein wichtiges Thema unter den Top-10, bei dem Hilfe in Sicht ist. Bitte lesen Sie hierzu auch den Artikel „Cyber-War im Einkauf“, in dem die Rolle von BOTs (der Begriff kommt von RoBOTs) bei der Früherkennung gewürdigt wird.

Top 10 Agenda Punkte - Reporting

Widmen wir uns mit dem Reporting dem zweiten Themenblock unserer Befragung.

Reporting automatisieren

Unter Automatisierung des Reportings versteht man nicht nur, dass das Standard-Reporting automatisch generiert wird oder zum vorbestimmten Zeitpunkt auf Abruf bereitsteht, sondern dass Reports durchaus auch zwischendurch automatisch als Ausnahmereports (Exception-Reports) geschickt werden, wenn vordefinierte Schwellwerte über- oder unterschritten werden.

Möchten Sie in das Thema Reporting tiefer einsteigen, greifen Sie bitte noch einmal zur 2016er Studie und dort zum Artikel „Reporting zeitgemäß“. Darin schreiben wir auch über das Thema Information Design.

In diesem Jahr hat die Fragestellung "Reporting automatisieren" gleich zweimal zugelegt. Im Ranking hat sie es von Platz 10 auf Platz 6 geschafft und insgesamt zum Vorjahr eine Steigerung um 6 % erreicht. Ein Indiz dafür, dass es sich ganz offensichtlich in den meisten der befragten Unternehmen noch um eine Baustelle handelt und sogar ein Fokus auf deren Bearbeitung gelegt ist.

Reporting managergerecht darstellen

Ein Senkrechtstarter ist auch das Thema Reporting managergerecht darstellen. Im letzten Jahr mit 50 % noch unter „ferner liefen“, zieht es in diesem Jahr auf Platz 5 im Ranking sogar noch an der Automation des Reportings (Platz 6) vorbei. Ist da ein leichter Druck des Managements zu spüren, das aus allen Unternehmensbereichen mit den unterschiedlichsten Reports „befeuert“ wird?

Wir erwähnten bereits das Information Design, welches inzwischen vielerorts das Berichtsdesign unternehmensweit regelt. Vorbei sind hoffentlich bald die Zeiten, in denen ein Vorgesetzter sogar aus nur einem seiner Bereiche ganz unterschiedliche „Kunstwerke“ zu einem Thema bekam. Einer nutzte Tortengrafiken, der Nächste Balkengrafiken, mal war dieselbe Kennzahl in grün und mal in orange dargestellt. Der Berichtsempfänger musste jedes Mal nach der Aussage des Reports suchen wie in einem Rätselheft, anstatt sich ruhig auf seine „Tageszeitung“ konzentrieren zu können, die ja auch ein beständiges Format hat.

Druck kommt inzwischen auch ganz deutlich von der Mobile-Fraktion. Reports sollen auf unterschiedlichen Endgeräten in der jeweils besten Darstellung zu lesen sein. Man spricht hier vom Responsive Design, in dem sich ein und derselbe Report je nach Displaygröße anders darstellt.

Benchmarking

Ein Thema, das von 41 % im letzten Jahr heute auf 51 % geklettert ist. Die Steigerung um 10 % hat noch nicht für einen der Top-10-Plätze gereicht, deren unterste Nennung mit Platz 10 bei 62 % liegt, aber das Benchmarking kommt langsam auf den Radar.

Wir unterscheiden zwischen internem und externem Benchmarking. Intern ist das meist schnell erledigt, wenn es sich beispielsweise nur um einen Vergleich unter den Category-Managern und ihren Bereichen handelt. Weitaus schwieriger gestaltet es sich, wenn man das externe Benchmarking anspricht. Unternehmensdaten zum Vergleich nach draußen zu geben, ist immer ein heißes Thema, aber der Informationsgewinn könnte in Zukunft doch einen guten Anreiz geben, wenn es um die automatische Mustererkennung in den eigenen Daten geht.

Die Krux besteht heute oft darin, dass der Einkauf trotz eines vermeintlich großen Datenbestandes bei weitem noch nicht genug Daten produziert, um damit Künstliche Neuronale Netze zu trainieren. Die brauchen Massen an Daten, um belastbare Datenmuster ermitteln zu können. Orpheus arbeitet gerade am Aufbau einer großen Benchmarking-Datenbank, in der spezifische Daten der teilnehmenden Unternehmen anonymisiert abgelegt werden. Auf Basis der dadurch in hoher Qualität und Quantität erzeugten Massendaten, kann auch das von uns über die letzten eineinhalb Jahre entwickelte Neuronale Netz trainiert werden. Mit den ermittelten Datenmustern lassen sich dann wiederum in den unternehmensspezifischen Einkaufsdaten Auffälligkeiten finden. Ein spannendes Thema, zu dem Sie Details in den Artikeln „Von Big Data zu Smart Data“, „Digitalisierung: Wo fange ich an?“ und „Hirnforschung“ erfahren.

Top 10 Agenda Punkte - (Predictive) Analytics

Die Analyse startet längst nicht mehr erst, wenn die Hausaufgaben bezüglich der Transparenz gemacht sind, sondern steuert auch zu deren Herstellung ihren deut- lichen Anteil bei.

Gleich die ersten drei Fragestellungen dieses Blocks fallen mit ihren Rankings unter den Top-10 auf. Zwei davon teilen sich Platz 8. In der Gesamtübersicht sehen Sie allerdings, dass mit zwei weiteren Fragestellungen aus den Themenkomplexen Transparenz und Prozesse insgesamt 4 Fragen auf Platz 8 gelistet sind.

Doch lassen Sie uns nun in die Detailanalyse dieses wichtigen und, wie der Name schon sagt, zukunftsträchtigen Bereichs gehen (predictive = in die Zukunft gerichtet).

Kostentreiber & Korrelationen erkennen

Das Interesse ist um 4 Punkte leicht gesunken und im Ranking von Platz 6 im vergangenen Jahr nun auf Platz 8 heruntergestuft worden. Auch hier weist die Kombination von „noch im Top-Ranking“ und „gesunkene Priorität“ darauf hin, dass man bereits am Thema dran ist und es sich langsam „löst“.

Dieser Effekt ist wahrscheinlich der Tatsache geschuldet, dass Unternehmen zunehmend intelligentere Werkzeuge einsetzen, die über das Standard-Reporting hinausgehen und erweiterte analytische Auswertungen erlauben. Auch der bereits seit langem erkennbare Trend zu sogenannten Self-Service-BI-Lösungen wird dazu beigetragen haben. Dieser Begriff beschreibt Werkzeuge und Frontends, die es dem Anwender erlauben, auf Basis von Standard-Reports in tiefere Analysen „abzuspringen“ oder auf sehr einfache Weise Ad-hoc-Reports selbst zu erstellen. Das gesunkene Interesse werten wir also durchaus als positiven Trend.

Einsparungen genauer messen

Erstmals unter den Top-10 und mit einem Zuwachs von nur 3 % gleichauf mit der vorgenannten Fragestellung sofort auf Platz 8, was insgesamt auf deutliche Verschiebungen innerhalb der gesamten Themenblöcke schließen lässt.

Die Betonung liegt wohl auf dem Wort genauer messen. Vieles ist bereits erreicht im Einkauf, sodass man nun bei der Messung schon genauer nachschauen muss, um die ersehnten Einsparpotenziale weiterhin zu entdecken. Auch hier beziehen wir uns auf den Einsatz zeitgemäßer Technologie, dieses Mal in Bezug auf die Materialsubstitution. Mit den geeigneten Werkzeugen kann es gelingen, auch in scheinbar unüberschaubarer Vielfalt vergleichbare Materialien zu finden, was gerade in diversifizierten Konzernen manchmal erstaunliche Ergebnisse bringt. Dadurch können Abhängigkeiten strategisch abgebaut werden. Das genaue Messen macht diese natürlich voher erst einmal bewusst. Wir sehen, wie spannend die Arbeit im Strategischen Einkauf ist, mit ihren vielschichtigen Verwebungen von Ursache-Wirkungsketten. Da ist dann am Ende doch der erfahrene und vernetzte Mensch gefragt, um die Informationen, die ihm die Systeme anliefern, in einen strategischen Zusammenhang zu bringen.

Kennzahlensysteme verbessern

Man stellt sich die Frage, ob es denn in der diesjährigen Studie nur noch Aufsteiger gibt. Auch die Kennzahlensysteme haben es mit nur 4 % Steigerung in der diesjährigen Befragung auf Platz 9 im Ranking und damit unter die Top-10 geschafft.

Immer deutlicher wird im Gespräch mit CPOs größerer Unternehmen, dass Kennzahlensysteme, gerade auch in der Zusammenarbeit mit dem Finance-Bereich, ein Dauerbrenner sind. Klar definierte und für alle Einkaufsbereiche identische Kennzahlen sind ein wichtiges Steuerungs-Instrument. Selbst große Konzerne, in denen es nicht an personellen Ressourcen für die Aufgabe der Kennzahlendefinition mangelt, greifen inzwischen gerne auf die bei Fachanbietern über Jahre gewachsenen und vor allem auch bewährten Kennzahlensysteme zu. Das könnte auch für ein Benchmarking interessant werden, in dem die Kunden, wie Orpheus es bald anbietet, auch aus einem Kennzahlenvergleich wichtige Erkenntnisse ziehen. Man kann sich das Leben an manchen Stellen eben auch leichter machen.

Lieferanten-Kennzahlen und Bewertung verbessern

10 % Steigerung zum Vorjahr und dennoch knapp die Top-Ten verfehlt. So herum geht es also auch. Diese Fragestellung erlebt eine Berg- und Talfahrt, denn der letztjährige Vorjahresvergleich brachte noch ein Minus von 4 Punkten. Eine Renaissance also.

Das wird auch deutlich an der Forderung nach soge- nannten 360° Lieferanten-Cockpits. Diese geben in Form von Dashboards einen schnellen Überblick über den Lieferanten mit all seinen, den Einkauf betreffenden, Dimensionen unter Berücksichtigung von quantitativen und qualitativen Informationen. Dabei ist wichtig, dass diese strategischen High-Level-Cockpits dann auch den Absprung in Detailauswertungen bis hin auf einzelne Belegpositionen erlauben.

So entsteht dann oft auch der Link zum Initiativen Tracking und damit zur Planung.

Prognosen erstellen

Wie bereits erwähnt, neu aufgenommen in die aktuelle Befragung und damit ohne Vergleichswerte zum Vorjahr. Konzentrieren wir uns also auf die prozentuale Bewertung, die, wenn sie auch nur im unteren Mittelfeld liegt, mit 44 % durchaus noch interpretierbar ist.

In die Zukunft schauen. Im Einkauf die Glaskugel herausholen und beschwörende Formeln murmeln, während im Hintergrund das Kaminfeuer knistert und der Rabe auf der Schulter leise krächzt …

Verzeihen Sie, manchmal geht die Phantasie einfach mit mir durch, aber ich lasse das Geschriebene doch als Kontrastpunkt stehen, weil es genau das Gegenteil von dem beschreibt, was heute bereits Realität ist.

Moderne Systeme sind durchaus in der Lage sehr gute Prognosen zu erstellen. Das Problem sind, wie bereits mehrfach erwähnt, die zu kleinen Datenmengen. Auch hier gilt wieder: Je mehr Daten und je länger diese in die Vergangenheit reichen, desto härter die Prognosen. Sie werden sich nun fragen, warum wir dieses Thema so stressen. Die Antwort ist: „Weil es uns so oft begegnet ist, dass wir einfach reagieren mussten.“

Der Gedanke an die große Benchmarking-Datenbank ist ja nicht entstanden, weil wir bei Orpheus so gerne Daten speichern oder dadurch einen Bonus bei unserem Rechenzentrums-Betreiber bekommen, sondern aus der Erkenntnis unserer Mathematiker, dass im Einkauf nur eines Unternehmens oftmals nicht die Datenmengen entstehen, die Mustererkennung und Prognosen sinnvoll erscheinen lassen. Noch spannender werden Prognosen, wenn man als Lösungsanbieter zusätzlich über den eigenen Tellerrand schaut und weitere, externe Daten von anderen, komplementären Herstellern, in die Betrachtung einbezieht. Das können zum Beispiel Risikodaten und Risikobewertungen sein. Auch da haben wir bereits erste Prototypen gebaut. Ein Thema also, bei dem wir davon ausgehen, dass wir es massgeblich durch unsere eigenen Vernetzungen mitprägen können.

Entscheidungs-Szenarien simulieren

Mit 33 % immer noch ein zartes Pflänzchen, aber schauen Sie sich einmal die Wachstumsrate an. 17 % Steigerung zum Vorjahr sind auch hier ein deutliches Zeichen. Wir vermuten, dass das Thema wegen der vielen anderen, noch zu leistenden Hausaufgaben im Strategischen Einkauf einfach noch ein wenig auf die lange Bank geschoben wird.

Was steckt dahinter? Es ist nicht nur der vielleicht verständliche Wunsch, die eigenen Entscheidungen durch Systeme abzusichern. Vielmehr sind moderne Systeme heute in der Lage, uns auch eine Perspektiverweiterung zu schaffen.

Das muss ich erklären. Wir Menschen neigen dazu, uns über die Zeit lieber in altbewährten Bahnen zu bewegen. Da spielt natürlich auch wieder der Wunsch nach Sicherheit eine Rolle, aber nicht nur. Oftmals haben wir im hektischen Arbeitsalltag gar nicht mehr die Zeit, um über Alternativen nachzudenken und entscheiden schnell wie immer.

Simulationssysteme sind vorbehaltslos und spülen manchmal Szenarien nach oben, bei denen wir dann doch nachdenklich werden und erkennen, dass es oft eine Fülle von gangbaren Wegen gibt, die auch und vielleicht sogar schneller zum Ziel führen. Kombinieren wir das in Zukunft mit lernenden Systemen, die in der Lage sind, auch die Auswirkungen unserer Entscheidungsszenarien auf andere Unternehmensbereiche zu simulieren, werden wir in der Lage sein, den Einfluss des Strategischen Einkaufs viel weiter zu fassen.

Lassen Sie uns dieses Thema also in den nächsten Jahren im Auge behalten.

Top 10 Agenda Punkte - Wertbeitrag des Einkaufs

Beim Wertbeitrag des Einkaufs haben wir mit der Erweiterung um zwei zusätzliche Fragestellungen nachweisbar ins Schwarze getroffen.

Beide neuen Fragestellungen sind sprichwörtlich von Null auf 100 geschossen.

  • Das Einkaufsergebnis verbessern (Cost Reduction) ist auf Anhieb mit 73 % auf Platz 3 gekommen und hat damit die Gesamtkostenbetrachtung (TCO) vom Thron gestoßen, die im letzen Jahr diesen Platz belegte.
  • Die Einkaufsleistung verbessern (Cost Avoidance) gelangte mit 63 % ebenfalls gleich in die Top-Ten – hier immerhin noch auf Platz 9 des Rankings.

Vier Top Rankings also beim Wertbeitrag des Einkaufs. Das ist ein deutliches Ergebnis, das uns zeigt, woher der Wind weht. Der Einkauf will und muss Flagge zeigen. Diese Tendenz zeigt sich auch in zwei weiteren Fragestellungen, die wir daher in der Betrachtung zusammen analysieren.

  • Den Wertbeitrag des Einkaufs darstellen und
  • Effizienz genauer messen

Beide Punkte haben einen Zuwachs von jeweils 9 % zum Vorjahr erfahren, wobei die Darstellung des Wertbeitrags nicht nur in dieser Gruppe die Spitzenstellung einnimmt, sondern sogar in der Gesamtauswertung über alle Fragen Platz 2 belegt. Im letzten Jahr war es noch Platz 5.

Zusammengefasst ergeben die 4 oben genannten Punkte eine klare Aussage. Im Zeichen von unternehmensweiten Kosteneinsparungen kommt dem Einkauf eine strategische Bedeutung zu, in der er schon längst nicht mehr als „Anhängsel“ des Finance-Bereichs gesehen wird.

Das müssen strategische Systeme unterstützen, indem sie die Wirkungen des Einkaufs auf die Finance-Daten in sauberer Weise integrieren und dokumentieren. Wir bemerken inzwischen, dass diese Möglichkeit auch während der Auswahlverfahren von Lösungen ein wichtiges Entscheidungskriterium ist.

Gesamtkostenbetrachtung (TCO)

Wie bereits weiter oben erwähnt, ist die Gesamtkostenbetrachtung von Platz 3 im vergangenen Jahr nun auf Platz 7 im Ranking gefallen. Minus 4 % und die beiden neuen Themen haben diesen Effekt eingeleitet. Wir können die bisher erwähnten Punkte zum Wertbeitrag also durchaus zusammenfassen.

Bleibt uns noch eine Fragestellung zu betrachten.

Working Capital optimieren

Ein kleines Minus zum Vorjahr und 42 % in der Gesamtbetrachtung lassen vermuten, dass die Verschiebung wohl durch die Aufnahme der beiden neuen Fragestellungen eingetreten ist.

Top 10 Agenda Punkte - Strategie

Lassen Sie uns nun betrachten, was der Strategische Einkauf zum Themenkomplex Strategie zu sagen hat.

Zwei Top-10 Rankings bei drei Fragestellungen, wobei in zwei Themen deutliche Zuwächse zu verzeichnen sind und eines leicht nachgelassen hat.

Klare Einkaufsstrategien festlegen

Gefallen im Ranking von Platz 5 auf Platz 6, bei einer kleinen prozentualen Verringerung in der Bedeutung zum Vorjahr, könnte darauf hindeuten, dass der Strategische Einkauf sich inzwischen in vielen Unternehmen etabliert hat und sich nun mehr mit den Detailthemen unterhalb der großen strategischen Ausrichtung beschäftigen kann. Man weiß, was zu tun ist.

Darauf weisen auch die Ergebnisse der beiden anderen Fragestellungen in dieser Gruppe hin.

Genauere Zielplanung für Warengruppen / Maßnahmen

Diese Vermutung erhärtet sich, wenn wir die 18 % Zuwachs bei der genaueren Zielpanung betrachten. Damit zwar das Schlusslicht im Top-10-Ranking, aber immerhin wieder drin, denn im letzen Jahr hatte dieses Detailthema tatsächlich schon einmal dramatische 13 % verloren. Also nicht nur aufgeholt, sondern wieder im Rennen mit einem nun besseren Wert.

Die Interpretation ist schwierig und wir bitten Sie, einmal nachzuschauen, ob Sie diesen Effekt in Ihrem eigenen Unternehmen nachvollziehen können.

Eine Aussage könnte sein, dass man sehr wohl Einkaufsstrategien formulieren kann oder bereits ausformuliert hat. Die Herausforderung ist nun, daraus konkrete Maßnahmen abzuleiten, mit denen man diese Strategien umsetzen, mit realistischen Planzahlen einsteuern und fortschreiben kann (Forecasting).

Lowcost Country Sourcing unterstützen

Ein weiteres Detailthema, das heute mit einem Zuwachs um 10 % zum Vorjahr punktet und ähnlich wie die genauere Zielplanung in diesem Fall im Vorjahr 7 % verloren hatte. Das erhärtet unsere These, dass offensichtlich die Zeit für manche Themen einfach nicht da war und man sich deren Wichtigkeit inzwischen wieder deutlich bewusst wurde.

Top 10 Agenda Punkte - Prozesse

Auch ein Themenblock, der in zwei Fragestellungen noch einmal deutlich nachgezogen hat.

Doch beginnen wir der Reihe nach. Prozesse sind, wie wir alle wissen, ein Dauerbrenner. Es muss auch immer wieder nachgeschärft werden, was die Zahlen deutlich machen. Im Vorjahr hatten wir hier nur wenig Bewegung.

Fachwissen & Kompetenzen aufbauen

Den deutlichen Zuwachs zum Vorjahr haben wir auch in unserer eigenen Arbeit wahrgenommen. Unsere Kunden wollen mehr selber machen, was uns sehr entgegenkommt, da unser Fokus nicht auf dem Verkauf von Consultingleistungen liegt, sondern auf der Entwicklung von schnell anzuwendender Standard-Software.

Self-Service-BI ist weiterhin ein großes Thema, also die Möglichkeit selber Reports zu bauen und auch komplexere Analysen selber durchzuführen. Das geht einher mit dem Aufbau von Fachwissen und Kompetenzen. Wir haben darauf mit der Einrichtung eines Trainings-Centers reagiert und initiieren nun auch Fachanwender-Treffen, um den Austausch von Anwendererfahrungen zu ermöglichen.

Erste Kunden sammeln sogar bereits eigene Erfahrungen mit dem Einsatz unseres völlig überarbeiteten DataCategorizers, der auch die Lieferanten-Konsolidierung enthält. Methoden der Künstlichen Intelligenz und komplexe Algorithmen werden in einer intuitiv und einfach nutzbaren Anwenderoberfläche von Fachanwendern bedient. Das ist Self-Service nach unserem Geschmack, denn erfahrene Category-Manager sind doch prädestiniert dafür, Regeln und logische Textkombinationen auf einfachste Weise anzulegen. Lesen Sie für mehr Details bitte auch unseren Artikel „Von Big Data zu Smart Data“ in den Kapiteln Klassifizierung und Mustererkennung in Materialstammdaten im hinteren Teil dieser Studie.

Risiken überwachen

Dieses Thema hat ein weiteres Mal in Folge an Punkten verloren. In diesem Jahr um 5 % und im vergangenen Jahr um 6 %. Gibt es keine Risiken mehr, fragen wir uns? Oder ist die Welt gut geworden?

Das Gegenteil ist wohl eher der Fall und so drängt sich der Verdacht auf, dass dieses Thema in den Hintergrund gerät, weil seine Integration in das strategische Einkaufscontrolling für viele Unternehmen bisher eine Hürde ist (siehe Abbildung 11).

Wir jedenfalls bleiben dran und kooperieren mit riskmethods, um wechselseitig Daten auszutauschen, anzureichern und analytisch nutzbar zu machen. Behalten Sie also im Hinterkopf, dass die Einbindung von externen Risikodaten kein Zauberwerk ist.

Process-Mining, um Schwachstellen in Prozessen aufzudecken

Process-Mining ist ein neues Thema in dieser Studie, das mit 46 % ebenfalls gleich ein sichtbares Interesse generiert hat.

Beim Process Mining geht es darum festzustellen, an welchen Stellen es bei den Prozessen klemmt.

Grundsätzlich kann Process-Mining überall dort eingesetzt werden, wo einzelne Schritte eines Prozesses so in einem IT-System gespeichert werden, dass die Zusammengehörigkeit und Chronologie der Schritte nachvollziehbar ist.

Es dient dazu, diese Prozesse auf Schwachstellen hin zu analysieren. Letztendlich geht es darum, Geschäftsprozesse flexibel und effizient zu gestalten.

Während beim Data-Mining die Daten im Mittelpunkt stehen, steht beim Process-Mining der Prozess im Fokus der Betrachtung.

Moderne Systeme im Einkauf analysieren beispielsweise Prozess-Laufzeiten oder weisen aus, wo und in welchen Fällen nicht compliant bestellt wurde.

Wir sind gespannt, wie sich dieses Thema in Zukunft im Strategischen Einkauf entwickeln wird.

Compliance sicherstellen

Mit plus 18 % Steigerung zum Vorjahr entwickelt sich die Sicherstellung der Compliance gerade vom Mauerblümchen mit nun knapp 50 % zum vielbeachteten Thema. Das erklärt auch das spontan vorhandene Interesse am Process-Mining als Werkzeug zur Verfolgung von „Alleingängen“ außerhalb der Compliance-Richtlinien.

Natürlich werden die Verstöße nicht nur im Process-Mining deutlich, sondern die Betrachtung und Entwicklung dieses Effekts gehört deutlich ins Standard-Reporting. Werden vom analytischen System die Daten auf Belegpositions-Ebene aus Bestellungen und Eingangsrechnungen gezogen, wird schnell klar, wo der Hase im Pfeffer liegt. Als Kennzahl dient hier die Maverick-Buying-Quote, deren Darstellung über Zeit und Organisation eine „Austrocknung des Sumpfes“ effizient ermöglicht.

Ein wichtiges Auswahlkriterium bei der Suche nach Lösungen für den Strategischen Einkauf also..

Top 10 Agenda Punkte - Maßnahmen

Ein großer Themenblock, in dem es letztendlich um das Umsetzen von Strategien und das Heben der Potenziale geht, die im besten Fall durch gute Transparenz in den Daten und aussagekräftige Analysen aufgedeckt wurden.

Auffällig ist, dass es trotz der zahlreichen Fragestellungen bei den Maßnahmen nur zwei Nennungen gibt, die Zuwächse im Interesse zeigen. Dabei dürfen wir natürlich nicht außer Acht lassen, dass der oberste Punkt Lieferanten optimieren, der neu hinzugekommen ist, gleich auf Anhieb die Spitze des Rankings bei den Maßnahmen erklommen hat. Daher lassen Sie uns gleich dort und bei der Fragestellung darunter beginnen.

Lieferantenportfolio optimieren & mit Lieferanten Kooperieren

Mit jeweils 60 % führen die Themen rund um Lieferanten, wie gesagt, das Ranking bei den Maßnahmen an. Nicht verwunderlich, denn es handelt sich ja um eines der Kernthemen des Strategischen Einkaufs.

Die Kooperation mit Lieferanten, wie zu sehen in der diesjährigen Auswertung leicht rückläufig, liegt jedoch immer noch bei 60 %. Das tägliche Brot des modernen Einkaufs eben, dass nicht nur an Preisen und Konditionen geschraubt wird, sondern auch immer geschaut wird, ob nicht auch Teile der Produktentwicklung beim Lieferanten stattfinden können.

Hinweise auf alternative Materialien oder Lieferanten geben Werkzeuge wie das Orpheus Clustering-Tool oder auch Reports wie das 360° Lieferanten-Cockpit.

Maßnahmen aus Controlling-Auswertungen ableiten

Verwundert müssen wir feststellen, dass diese Fragestellung 8 Prozentpunkte verloren hat, denn unsere Kunden spiegeln uns etwas ganz anderes wieder. Es könnte darauf hindeuten, dass ein Gros der Befragten noch kein analytisches Reporting einsetzt, in dem Potenziale für Maßnahmen leicht ermittelt werden können. In größeren Datenmengen und komplexen Strukturen liefern automatische BOTs (von RoBOTS) inzwischen wirklich brauchbare Ergebnisse.

Vielleicht erlebt dieses Thema in Zeiten steigenden Kostendrucks ja bald auch eine Renaissance.

Spezifikationen optimieren

Der Zuwachs von 17 % spricht für sich und auch für die steigende Bedeutung des Einkaufs in der Zusammenarbeit mit der Produktentwicklung. Im Gespräch mit einem Kunden erfuhr ich gerade, dass derzeit noch ein Team von 8 Leuten damit beschäftigt ist, manuell zu prüfen, ob ähnliche Teile in den Produktionslinien des Konzerns Verwendung finden, die sich bündeln lassen.

Ein klassisches Einsatzszenario für das Orpheus Clustering-Tool.

Interne Prozesskosten verringern

Vom Namen her gehört diese Fragestellung eigentlich unter die Prozesse, jedoch ist hier der Planungs- und Initiativentracking-Prozess gemeint. Das Interesse ist nur leicht gesunken, was darauf hindeutet, dass webbasierte Systeme langsam Wirkung zeigen.

Entscheidend können Systeme zu einer Verringerung der Kosten beitragen, die sich vollständig in die bestehende Systemlandschaft integrieren lassen. Weitere Auswahlkriterien sind automatisierte Freigabeprozesse und automatisierter Informationsfluss in Form von sogenannten Notifikationen bei Änderungen am Status von Initiativen.

Make or Buy-Entscheidungen unterstützen

Plus 8 % legen eine Verbindung zur Fragestellung Spezifikationen optimieren nah, in der bereits auf die enge Zusammenarbeit mit der Produktentwicklung eingegangen wurde.

Im Artikel „Über den Tellerrand des Einkaufs schauen“ lesen Sie mehr über die Bedeutung von „Daten-Autobahnen“ zwischen assoziierten Unternehmensteilen.

Organisations-(Re)Design auf Basis von Kennzahlen

Mit 31 % scheint hier die Welt bereits weitgehend in Ordnung zu sein. Kein wirklicher Leidensdruck an dieser Stelle. Kennzahlensysteme zur Messung und Steuerung von Maßnahmen sind weitestgehend etabliert und werden effizient genutzt.

Wie bereits erwähnt, hapert es hier lediglich bei der Integrationsfähigkeit vieler Systeme.

Fazit

Insgesamt bleibt das Maßnahmen-Management sicher ein spannendes Thema, das wahrscheinlich in Verbindung mit den neuen Technologien noch einmal einen großen Schub bekommen wird.

Top 10 Agenda Punkte - Digitalisierung & Künstliche Intelligenz

Nun sind wir also endlich angelangt bei der neuen Rubrik Digitalisierung & Künstliche Intelligenz, um die sich vieles in dieser Studie rankt. Erst im nächsten Jahr werden wir Vergleichswerte haben und Tendenzen ablesen können. Das Ranking geht von 59 % bei der Integrierten Planung bis herunter auf nur 25 % beim Einsatz Künstlicher Intelligenz.

Integrierte Planung, Steuerung & Messung von Einkaufserfolgen

Ein wichtiger Hinweis, den uns die Teilnehmer der Studie mit ihrer Bewertung von 59 % an dieser Stelle geben. Im Klartext sagen sie uns damit:

  • Wir arbeiten daran, unsere bestehenden Systeme zu harmonisieren und zu integrieren.
  • Die Ergebnisse unserer Analysen im Einkaufscontrolling sollen möglichst nahtlos in die Initiativen des Strategischen Einkaufs einfließen.
  • Wir möchten die Fortschritte und Ergebnisse der Initiativen gleich an den IST-Werten der Controlling-Systeme messen (Integration), damit Negativ-Effekte gestoppt und Positiv-Effeke verstärkt werden können.

Packen wir´s an, möchte ich sagen, denn Integration und Harmonisierung gehören auch zu den Treibern von uns Lösungsanbietern.

Anwendung methodengetriebener Einkaufsdaten- Analyse

Dieses Thema lieben wir, haben wir es doch mit in den Markt der Lösungen für den Strategischen Einkauf eingebracht, als noch niemand darüber nachgedacht hat. Schön, dass es gleich mit 46 Punkten in die Bewertung eingeht.

Für all diejenigen, die nicht so recht wissen, was eine „methodengetriebene“ Einkaufsdaten-Analyse macht, empfehlen wir, sich die Studie 2016 herunterzuladen und darin den Artikel „Reporting zeitgemäß“ zu lesen.

Es geht darum, dass zeitgemäße Reports von jeder Kennzahl aus den Absprung in weitergehende Analysen erlauben und dass dabei Methoden, wie die Trendberechnung sowie vordefinierte Fragestellungen jeweils nur einen Mausklick entfernt sind.

Wenn wir das Interesse in dieser Studie richtig bewerten, sind die Zeiten langweiliger Reports endlich bald vorbei. Es lebe „Self-Service-BI“.

Datenfehler und Ausreißer automatisiert erkennen

Weiter geht es mit 41 % in der Wertung. Ein Thema, an dem die IT seit Langem mit mal mehr und mal weniger Erfolg arbeitet. Dabei geht es nämlich auch um fachspezifisches Einkaufs-Knowhow, mit dem treffsichere Algorithmen zum Aufspüren von Fehlern und Ausreißern entwickelt werden. Diese Algorithmen müssen auch in der Lage sein zu entscheiden, ob es sich um einen Fehler oder um einen typischen Effekt im Einkauf handelt. Ein Grund, warum unsere einkaufsspezifischen Module immer eine höhere „Fangquote“ haben.

Ähnliche oder gleiche Teile konzernweit gruppieren/clustern

Ein Thema, das wir bereits bei der Fragestellung Spezifikationen optimieren angesprochen haben. 46 % der Befragten haben es also bereits auf dem Radar. Eine Ermutigung für uns, das Orpheus Clustering-Tool noch intensiver in den Markt zu bringen.

Dazu bieten wir Testinstallationen an, denn Ergebnisse mit den eigenen Daten sagen immer mehr aus, als bunte Broschüren.

Lieferanten automatisiert konsolidieren/hierarchisieren & Einkaufsbelege automatisiert klassifizieren (z.B. eClass)

Hinter dem Wunsch zur Lieferanten-Konsolidierung steht die Überzeugung, dass dort noch einiges an Potenzial steckt. Diese Hoffnung trügt nicht. Viele sind natürlich erst nach einem Testlauf mit ihren eigenen Daten überzeugt. Die automatisierte Orpheus Lieferantenkonsolidierung bringt hier in aller Regel gute Ergebnisse. Der sogenannte DataCategorizer beinhaltet auch die automatische Material-Klassifizierung.

Möchten Sie mehr darüber lesen, dann beachten Sie bitte den Artikel „Digitalisierung, wo fange ich an?“ im Abschnitt „Eine pragmatische Roadmap für die Digitalisierung im Einkauf“.

Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur Potenzialerkennung

Mit 25 % das Schlusslicht unter allen Fragen dieser Studie und doch der Hidden Champion bei den Orpheus Mitarbeitern. Wissen die vielleicht schon mehr als Andere? Das ist zu vermuten, denn unsere Teams entwickeln die sogenannten BOTs in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Praxisnah also, was dazu führte, dass immer wieder nachgebessert und quergedacht wurde, bis die Resultate stimmten. Lassen Sie sich überraschen und lesen Sie im Artikel „Cyber War im Einkauf“, was da schon alles in den Startlöchern steht. Wir freuen uns auf gemeinsame Tests mit Ihren Daten, wenn wir das Orpheus BOT-Framework bei Ihnen von der Leine lassen.

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Format: PDF,
Seitenanzahl: 84,
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Inhaltsverzeichnis

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8 Themen zum Nachdenken!

Orpheus Studie: Big Data Analytics und KI im strategischen Einkauf.

Sie haben Fragen oder Anregungen zur Orpheus Studie "Big Data Analytics und KI im strategischen Einkauf"? Gerne diskutieren wir mit Ihnen die Ergebnisse der Studie und die Schlußfolgerungen und Ziele, die sich aus den gewonnenen Erkenntnissen ergeben.