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Learning by doing Wie moderne Systeme den Blick auf die Daten schärfen!

In diesem Artikel möchten wir uns auch einmal mit Systemen an sich auseinandersetzen. Worin liegt der Nutzen und wie weit können Systeme gehen? Können sie uns Entscheidungen abnehmen und wenn ja, macht das Sinn? Eine durchaus philosophische Betrachtung also. Es geht natürlich hier vor allem um BI-Systeme (Business Intelligence Systeme) und um Systeme im Einkauf, denn die sind unser Thema.

In der jahrelangen Beschäftigung mit Systemen haben wir ein recht klares Bild darüber gewonnen, welchen Stellenwert diese haben. Ich will es mit einem kurzen Satz zusammenfassen und diesen dann erläutern.

Systeme machen uns zu Adlern
Um diese Aussage zu verstehen, brauchen Sie natürlich die Geschichte dazu. Betrachten wir aber kurz noch den Begriff „Business Intelligence“. Der impliziert uns, dass es sich um intelligente Systeme für die Geschäftswelt handelt – das ist allerdings falsch, obwohl die Anteile der künstlichen Intelligenz uns schon in diese Richtung treiben. Tatsächlich ist der Begriff „Intelligence“ aus dem Amerikanischen entnommen und dort steht Intelligence für „Information“. Sie sehen das am amerikanischen Geheimdienst CIA = Central Intelligence Agency. Der hat auch nicht zwingend mit Intelligenz zu tun, sondern sammelt Informationen.

Damit möchte ich einen weiteren Begriff hinzunehmen und erläutern: „Wissen“.

Wissen ist die Kombination aus Information und Erfahrung
Und jetzt kommt die Auflösung zu der Behauptung, dass Systeme uns zu Adlern machen. Ich zitiere diese Verse gerne, die mein Vater mir einmal sagte, als ich ihm in meiner schlimmsten Pubertätsphase als Jugendlicher die Welt erklären wollte.

 

Zum Adler sprach die Taube,
wo das Wissen aufhört, da beginnt der Glaube.

Der Adler lächelt weise und antwortet darauf:

Wohl wahr, jedoch
wo Du schon glaubst, da weiß ich noch!

 

Darum glaube ich daran, dass gute Systeme uns zu Adlern machen können, denn was sie können ist, dass sie uns gute und valide Informationen geben, die uns in die Lage versetzen wesentlich tiefer und länger zu „wissen“, während andere noch „glauben“, weil sie sich viel früher auf ihr Bauchgefühl verlassen müssen.

Dennoch nehmen uns Systeme nicht die Entscheidungen ab, sondern sie können sie höchstens absichern. Das finde ich sehr beruhigend, denn „Systementscheidungen“ würden doch im Endeffekt mehr oder weniger normiert ausfallen. Wo die Systeme aufhören, beginnt also unser unternehmerischer Freiraum oder auch Spielraum, in dem wir aufgrund guter Informationen unser „Wissen“ ganz individuell ausspielen können. Wir probieren Bewährtes, Neues oder auch Unkonventionelles aus und können uns damit von Anderen unterscheiden.

Analytische Systeme helfen uns dabei, unsere Daten besser zu verstehen. Wir sprechen da heute nicht nur von Data Mining, sondern auch von Cash Mining, um die Gold-Nuggets in unseren Daten entdecken zu können. Mining ist, vereinfacht dargestellt, Mustererkennung in größeren Datenmengen. Wer typische Muster in seinen Daten entdeckt, kann mit diesen arbeiten, positive Entwicklungen verstärken und negative Entwicklungen stoppen. Damit sind wir schon bei den Initiativen des Einkaufs, mit denen Potenziale aktiv gehoben werden.

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