Nichts hilft besser gegen Politik im Arbeitsalltag, als klare Fakten!

In diesem Artikel geht es nicht nur um die Einführung, sondern auch um die Führung eines strategischen Einkaufs. Vieles kann dabei schiefgehen.

Heterogene Teams sind oftmals eine Herausforderung, können aber in der richtigen Zusammensetzung eine „schlagkräftige Truppe“ bilden.

Da gibt es:

  • die „jungen Wilden“, die hochmotiviert von der Uni kommen und nur darauf brennen, das Gelernte gleich umzusetzen.
  • Die begegnen den erfahrenen Einkäufern, die den Unterschied zwischen Theorie und Praxis bereits schmerzhaft kennengelernt haben. Dann gibt es noch die Frustrierten, die vielleicht in den Einkauf „strafversetzt“ wurden.
  • Dazwischen bewegen sich die Visionäre, die das Vorankommen des gesamten Unternehmens zum Ziel haben.

Sie werden vielleicht lächeln und sagen: „Genauso ist es – und das ist der Klotz, den ich am Bein habe bei meinem Plan, den strategischen Einkauf als Werttreiber zu etablieren…“.

Mein Tipp: Sehen Sie sich als „Moderator“ in diesem Prozess. Es ist immer schwierig mit einem fix und fertigen Konzept in der Tasche in eine bestehende Organisation hineinzugehen und den eben beschriebenen Personen vermeintlich etwas „überzustülpen“. Sobald da der Erste öffentlich Kritik übt, steht die Mauer, hinter der sich auch die anderen verstecken.

Der Moderator hingegen schafft sich eine sachliche Basis, über die er mit seinen Kollegen spricht. „Nichts hilft besser gegen Politik, als klare Fakten“ ist daher auch der Titel dieses Artikels. Erinnern Sie sich an das Thema Transparenz, das so eine dominante Rolle in dieser Studie spielt? Nicht von ungefähr hat es diese Bedeutung.

Klare Zahlen und Fakten, die von modernen, analytischen Systemen geliefert werden, sind nicht diskutierbar, sondern allenfalls interpretierbar. Aus ihnen entstehen Ideen für Verbesserungen und Optimierungen in vielen Bereichen des Einkaufs.

Die Zahlen können aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden. Nach Regionen, nach Materialgruppen, nach Materialclustern oder nach Lieferantenkategorien. Ideen und Verbesserungsvorschläge sind zukunftsgerichtet. Werden diese verglichen und an den Unternehmenszielen ausgerichtet, dann sind sie strategisch und der strategische Einkauf beginnt seine Arbeit von ganz alleine.

Strategisches Arbeiten bedeutet aber auch immer messen, nachschärfen und korrigieren, manches verwerfen, das nicht funktioniert und Neues ausprobieren. Auch dabei helfen Systeme, wenn sie in der Lage sind, die strategische Planung stets am IST zu messen.

Werfen Sie zuerst einmal einen Blick darauf, was Ihre heutigen Systeme zu leisten in der Lage sind. Hier macht es Sinn, einmal eine kleine „Systemlandkarte“ zu entwerfen und diese mit ihren Plänen abzugleichen.

Was haben Sie an „Tafelsilber“ schon im Haus und was ist in die Jahre gekommen. Führen Sie Interviews mit den Kollegen, die mit diesen Systemen arbeiten. Für diese „Evaluierungsphase“ bieten wir beispielsweise einen Workshop an, der Ihnen hilft, innerhalb weniger Tage einen Überblick über die Eignung Ihrer vorhandenen Systemlandschaft für das Performance Management im strategischen Einkauf zu bekommen.

Machen Sie nun bitte nicht den Fehler zur Einführung eines neuen Systems gleich ein „Monster-Projekt“ zu starten. Damit tun Sie sich in aller Regel keinen Gefallen. Suchen Sie sich eine Lösung, die skalierbar ist, aber da anfangen kann, wo „die Hütte brennt“. Wichtig ist lediglich, dass Ihr Lieferant durch Referenzen belegen kann, dass er auch in der Lage ist das große Ziel zu erreichen.

Verdaubare Projektschritte zur Systemeinführung haben ganz unterschiedliche Vorteile. Ist ein Teilprojekt in kurzer Zeit erfolgreich verlaufen, so ist das auch eine vertrauensbildende Maßnahme und es fällt Ihnen leichter, Stakeholder für das Erreichen des Gesamtziels zu finden. Budgets werden schneller freigegeben, wenn man schon auf Erfolge verweisen kann.

Schauen Sie sich Ihr Team an. Wer ist in der Lage und motiviert genug, das Projekt mit Ihnen voranzutreiben. Manche warten nur darauf, etwas zu bewegen. Denken Sie ruhig auch darüber nach, sich frischen Wind ins Haus zu holen. Manche haben schon beste Erfahrungen damit gemacht, duale Studenten in ihr Team zu integrieren. Die halten den Kontakt zu den Hochschulen und arbeiten dennoch zielgerichtet für Sie. Eine Win-Win-Situation für beide Seiten.
Suchen Sie sich Verbündete.
Ein wichtiger Punkt, der nicht zu missachten ist. Verbündete finden Sie sicher auch im Finance-Bereich, mit dem Sie auf Augenhöhe arbeiten können, wenn Sie verlässliche Zahlen liefern. Hier ist Ihr Wertbeitrag sofort und am schnellsten messbar.

Machen Sie auch der Entwicklung klar, welchen Beitrag Sie zu leisten imstande sind, indem Sie Lieferanten gemeinsam „entwickeln“. Einkauf 4.0 heißt das Thema.

Was Tools im Einkauf heute wirklich leisten können und was nicht, lesen Sie im nächsten Artikel.

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Format: PDF,
Seitenanzahl: 64,
Dateigröße: ca. 1,6 MB

Inhaltsverzeichnis

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8 Themen zum Nachdenken!

Studie 2016: Big Data Analytics im strategischen Einkauf.

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