Was versteht man unter Transparenz im Einkauf?

Wenn man über Transparenz im Einkauf spricht, dann meint man häufig die Transparenz über die Daten. Gerade in komplexeren, konzernartigen Unternehmensstrukturen ist diese per se erst einmal nicht gegeben. Um jedoch Einsparpotentiale zu erkennen, indem man z.B. Preise gleicher bzw. ähnlicher Materialien vergleicht (siehe Benchmarking) oder Bündelungspotentiale bei ähnlichen Lieferanten benötigt man vergleichbare - eben transparente - Informationen und Baselines.

Voraussetzung für die Hebung von Effizienzpotentialen im Strategischen Einkauf ist zunächst, Material- und Produktspezifikationen, Lieferanten-Informationen sowie Preise für Teile und Services über die Konzernlandschaft hinweg aus den betrieblichen ERP-Systemen zu extrahieren. Die Hauptherausforderung für die Transparenz im Einkauf besteht nun darin, diese Informationen zu bereinigen, zu aggregieren und sie vergleichbar zu machen sowie schließlich in einer „einheitlichen Sprache“ – einem standardisierten Kategorieschema wie eClass oder UNSPSC - auf Konzernebene transparent darzustellen.

Der Nutzen einer höheren Transparenz im Einkauf ist enorm: mit ihr hat man den Schlüssel zur Realisierung von Einsparpotenzialen über sämtliche Divisionen und Gesellschaften hinweg. Hierfür genügt es natürlich nicht, lediglich eine Bestellanalyse durchzuführen. Entscheidend ist es, einen detaillierten Überblick über sämtliche Rechnungen und Zahlungen an die wichtigsten Lieferanten zu gewinnen. Siehe auch den Orpheus-Blog-Artikel: In 6 Schritten den Nutzen von Transparenz im Einkauf berechnen

Eine herausragende Bedeutung bei Thema Transparenz im Einkauf kommt den Software-Systemen zu, welche die Transparenz über das Einkaufvolumen im gesamten Konzern bereitstellen. Hierzu finden sich weitere Informationen im Orpheus-Blog unter: In 3 Schritten zu vollständiger Datentransparenz im direkten & indirekten Einkauf

Obwohl das Thema Transparenz im Einkauf für alle Bereiche im Einkauf wichtig ist, so stellt es für den Indirekten Einkauf das zentrale Thema dar. Im Gegensatz zum Direkten Einkauf ist dort die Qualität und Verfügbarkeit der Daten meist deutlich schlechter. Auch der Anteil Wiederholbedarfe sowie Maverick Buying bzw. Bestellquote sind geringer, was wiederum die Erfolgsmessung und Trendanalysen erschwert. Eine Beschreibung der besonderen Herausforderungen des Indirekten Einkaufs in Bezug auf Transparenz und Erfolgsmessung findet sich im folgenden Orpheus Blog-Artikel: Indirekter Einkauf: Transparenz, Potentialanalysen und Erfolgsmessung

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Format: PDF,
Seitenanzahl: 64,
Dateigröße: ca. 1,6 MB

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