Welche Potentiale gibt es im Einkauf?

Potentiale im Einkauf können sich auf viele unterschiedliche Kontexte beziehen. Im Bereich der Savings spricht man z.B. von Einsparpotentialen. Dies können potentielle Reduzierungen bei den Einkaufspreisen sein, aus denen dann wiederum Einsparungen resultieren können oder auch Einsparungen, die sich aus den Potentialen von Prozessverbesserungen, z.B. einer Automatisierung durch elektronische eProcurement-Systeme herleiten. Auch Bündelungspotentiale oder Potentiale durch Standardisierungen bzw. Spezifikationsänderungen fallen genauso darunter wie mögliche Lieferantenwechsel oder Verlagerungen von Spend in kostengünstigere Länder / Regionen.

Der Begriff Potential deutet aber schon darauf hin, dass es sich bei den Savings- und Effizienz-Potentialen nur um mögliche Einsparungen handelt und nicht um bereits realisierte Savings.

Eine Systematisierung von Potentialen im Einkauf gelingt am ehesten wenn man sich die Typisierung von Einkaufserfolgen und Einsparungen im Einkauf einmal vor Augen hält. Einige der Potentiale betreffen direkt Kostenreduzierungen ( Cost Reduction ) andere Kostenverhinderungen ( Cost Avoidance ) oder Liquiditätsverbesserungen im Einkauf.

Eine weitere Gliederung von Potentialen bietet sich an, wenn man die im Markt üblichen Logiken zu Werthebeln bzw. Effizienz-Hebeln (engl. Value Lever) untersucht. So bietet beispielsweise die Management Beratung A.T. Kearney mit ihrem Purchasing Dashboard eine Systematik von 64 (zum Teil allerdings redundanten) Hebeln an, mit denen sich im Einkauf die Effizienz und Effektivität steigern lässt. Hinter jedem Hebel wiederum sind Potentiale verborgen (die A.T. Kearney allerdings nur zum Teil benennt), die es zu heben gilt.

Einen anderen Ansatz um Potentiale für Einsparungen semi-automatisch zu erkennen, bietet Orpheus mit seinem SavingsFinder-Konzept an. Hierbei handelt es sich um datengetriebene Big Data Analysen die versuchen, Auffälligkeiten, Abweichungen und Ineffizienzen aus den Einkaufsdaten zu erkennen. Daraus berechnet das System dann Potentiale bzw. schlägt Nachrechnungen vor, die durch erfahrene Einkaufsexperten näher analysiert werden. Dabei wird angestrebt, ca. 10% bis 20 % der Potentiale in echte Einsparungen im Sinne von Kostenreduzierungen (Cost Reduction) oder Liquiditätseinsparungen zu überführen (siehe dazu Orpheus SavingsFinder).

Generell gibt es einen Trend, die teuren Management- und Einkaufsberater zumindest bei den einfacheren, datenbasierten Potentialanalysen durch Software zu ersetzen. Dieser Trend firmiert auch als „Automation of Consulting“. Der Software-gestützte Einsatz moderner KI-Methoden hat auch den Vorteil, dass das in Software gegossene Potentialanalyse-Wissen schneller, günstiger und vor allem beliebig wiederholbar eingesetzt werden kann als das der Berater.

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