Was sind die Kostentreiber im Einkauf?

Kostentreiber im Einkauf beschreiben, welche Faktoren die Einkaufspreise für Teile und Dienstleistungen beeinflussen. Die Kostentreiber im Einkauf sind je nach Warengruppe sowie Typ der Warengruppe sehr unterschiedlich. Bei Kostentreiber Analysen im Rahmen des Einkaufscontrollings macht es Sinn, zunächst zwischen Kategorien des Indirekten Einkaufs und denen des Direkten Einkaufs zu unterscheiden.

Bei den direkten Materialgruppen sind es zunächst die Rohstoffe, die eine besondere Rolle als Kostentreiber spielen können. Sie „treiben“ wiederum die Kosten der einzukaufenden Halbfabrikate usw. Auf diese Art und Weise bilden sich entlang der Wertschöpfungskette eines Fremdbezugsmaterials die Herstellkosten eines Teiles. Für den Lieferanten sind es neben den Rohstoffen und den Halbfabrikaten bzw. Komponenten aber auch die Währungseffekte denen sein eigener Einkauf ausgesetzt ist. Auch Wechselkurse sind somit potentielle Kostentreiber.

Neben Faktorpreisen für die eingesetzten Güter und für Währungen ist ein weiterer Kostentreiber der Faktor Arbeit. Genau wie Rohstoffe und Halbfabrikate oder andere Güter oder auch Währungen so gibt es auch für „Arbeit“ einen Marktpreis und eine Preisentwicklung, der über einen Index messbar gemacht werden kann. Der Index für Arbeit kann z.B. (falls verfügbar) die Lohnkostenentwicklung sein oder auch eine generelle Inflationsrate (als Hilfsgröße), falls man bei einzelnen Lieferantenländern keine Detailindizes zur Darstellung der Kostentreiber zur Verfügung hat. Als letzte Kostentreiber Kategorie ist der Preis für Geld zu nennen, der Zins.

Im Einkaufscontrolling kann man das Wissen über einzelne Kostentreiber für Lieferanten-Materialien oder auch für Dienstleistungen nutzen, um – z.B. als Vorbereitung für Verhandlungen – die Argumentation für mögliche Preiserhöhungen eines Lieferanten nachvollziehen und plausibilisieren zu können. Andere Gründe können Alternativrechnungen zu Make or Buy Entscheidungen sein etc.

Fortgeschrittene Analysen im Rahmen des Beschaffungscontrollings messen fortlaufend Zusammenhänge zwischen Einkaufspreisen und ihren Kostentreibern, repräsentiert über verschiedene Indizes für Rohstoffe, Halbfabrikate, Wechselkurse, Lohnkosten etc. Der Blog-Beitrag zum Thema Predictive Analytics und Preisprognosen zeigt auf, wie man Kostentreiber Analysen auch außerhalb der reinen Bottum-Up Kostenschätzung sinnvoll einsetzen kann.

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