Was versteht man indirektem Einkauf?

In vielen Unternehmen gliedert sich der Strategische Einkauf in zwei Bereiche auf. Der eine Bereich des Direkten Einkaufs kümmert sich um solche Materialien, die über die Stückliste bzw. die Rezeptur direkt in die Endprodukte eingehen. Diese Teile und Warengruppen bezeichnet man als „Directs“ oder „Production Material“. Er steht in produzierenden Unternehmen für ca. 60% bis 80% des Beschaffungsvolumens.

Der andere Bereich des Indirekten Einkaufs ist für die Beschaffung von „Non-Production-Materials“ (NPM) und Dienstleistungen verantwortlich. Darunter fallen z.B. Einkaufskategorien wie Marketing, Informationstechnologie, Beratung, Reinigung, aber auch Instandhaltungsmaterialien bzw. sog. MRO-Artikel (Maintenance, Repair, Operations). Diese sehr heterogenen Warengruppen stehen für die restlichen 40% bis 20% des Beschaffungsvolumens und werden oftmals auch als „Indirects“ bezeichnet.

Von diesem Begriff leitet sich auch die Bezeichnung Indirekter Einkauf ab. Er unterliegt ganz anderen Anforderungen und Herausforderungen wie der Direkte Einkauf. Im Indirekten Einkauf gibt es nur wenige Materialien bzw. Teile, so dass der Anteil an wiederholbaren Bedarfen eher gering ist. Auswertungen und Einsparungsmessungen, die auf Mengen und zugehörigen Preisen basieren sind daher im Indirekten Einkauf eher selten anwendbar. Vielmehr steht die Spend Transparenz im Vordergrund.

Für jede indirekte Warengruppe bzw. Einkaufskategorie sind ihm Rahmen des Content Management zunächst alle Einkaufsbelege (Rechnungspositionen, Bestellpostionen) zuzuordnen (bzw. zu klassifizieren). Nur so erhält der Strategische Einkäufer auch in den indirekten Kategorien Baseline-Kennzahlen, die ihm helfen, Einkaufsstrategien festzulegen, Verhandlungen erfolgreich durchzuführen etc. Software, die für die Indirects Klassifizierungen automatisiert durchführen und für Transparenz sorgen sind z.B. der DataCategorizer von Orpheus.

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Format: PDF,
Seitenanzahl: 64,
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