Was bedeutet Benchmarking?

Beim Benchmarking werden Werte eines Unternehmens (z. B. Spend / Beschaffungsvolumina, Preise oder Einsparungs-Kennzahlen) mit einem Referenzwert (dem sog. Benchmark) verglichen. Dieser Referenzwert kann von entsprechenden Werten anderer Unternehmen oder aus Marktbeobachtungen (z. B. einem Index-Wert) abgeleitet worden sein.

Benchmarking kann auch zwischen verschiedenen Teilen eines Unternehmens betrieben werden (internes Benchmarking). Gerade das interne Benchmarking von Einkaufspreisen oder von Spend-Strukturen und anderen KPI innerhalb eines Konzerns ist wesentlicher Bestandteil eines modernen Einkaufscontrollings (siehe SpendControl von Orpheus).

Um ein Benchmarking überhaupt durchführen zu können müssen die Daten / Informationen zunächst vergleichbar gemacht werden. Hierzu dienen Methoden und Software des sog. Content Management bzw. Master Data Management. Sie schaffen zunächst die notwendige Transparenz und Vergleichbarkeit auf Objektebene, um nicht „Äpfel mit Birnen“ zu vergleichen. Moderne Software-Werkzeuge wie der DataCategorizer von Orpheus dienen genau diesem Zweck:

  • Sie erkennen Duplikate bei Stammdaten bzw.
  • gruppieren und clustern ähnliche Teile / Materialien und Lieferanten.
  • Auch Bewegungsdaten, wie z.B. Rechnungen und Bestellungen werden klassifiziert (z.B. gemäß eines Klassifizierungs-Standards wie eClass oder UNSPSC), um sie vergleichbar zu machen und für Benchmarks vorzubereiten.

Ist die Datenqualität für Benchmarks ausreichend hoch, so kann das eigentliche Benchmarking beginnen. Dabei werden beispielsweise folgende Analysen durchgeführt:

  • Gesellschaftsvergleiche mit TopLevel KPI, um Unternehmen(seinheiten) miteinander zu vergleichen
  • Category Spend Ratio Analysen, um die Spend-Strukturen (insb. im Indirekten Einkauf zu benchmarken)
  • Category Spend Fragmentation, um Ansätze für Lieferantenrationalisierungen zu finden
  • Preis-Benchmarks für gleiche Teile / Materialien in unterschiedlichen Einheiten
  • Preis-Benchmarks für ähnliche Teile / Materialien in unterschiedlichen Einheiten. Dies setzt eine Clusterung von ähnlichen Materialien (Materialclusterung z.B. über den DataCategorizer) voraus
  • Gemeinsam genutzte Lieferanten und ihre Performance in den einzelnen Unternehmen(seinheiten)
  • BME Kennzahlen als standardisierter Vergleich zwischen Unternehmen für bestimmte Top Level KPI
  • Prozessbenchmarks, um Vergleiche zwischen Unternehmen bzw. Konzernteilen auch für Einkaufsprozesse durchzuführen
Benchmarking im Einkauf
Mit der Software "SpendControl" können Sie verschiedene, für den strategischen Einkauf wichtige Kennzahlen im Vergleich zu den Durchschnittswerten anderer Unternehmen sehen (Abweichungsanalyse):
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Lesen Sie die Studie 2016 "Big Data Analytics im strategischen Einkauf", oder laden Sie sich die Studie im kompakten PDF Format herunter.

Format: PDF,
Seitenanzahl: 64,
Dateigröße: ca. 1,6 MB

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